Über die Teile in uns, die noch zu heilen und zu integrieren sind…

Wenn wir in der Nord/ Süd Achse sind, erleben wir die Aspekte aus der Vergangenheit, die mit unserer Selbst-Liebe und unserer Wunde zu tun haben, ganz intensiv. Als wir jung waren, in den ersten 7-9 Lebensjahren, haben wir von unseren Eltern, der Schule, den Grosseltern und anderen, die auf uns aufgepasst haben, die Grundregeln des Lebens gelernt. Wir haben gelernt, wie laut oder hübsch oder stark, schwach oder emotional man/frau sein darf. Und auch, wie wir ganz genau zu sein haben, um Liebe, Fürsorge und Akzeptanz zu bekommen. Wir haben es dort am meisten in uns geankert, wo wir verletzt wurden – Ablehnung, Verlassen sein, Abneigung – oder durch traumatische Erlebnisse die mit Tod, Angst oder Krankheit zu tun hatten. Damals haben wir den Schmerz und das Leid nicht verdauen oder integrieren können, und wir haben deshalb Strategien entwickelt, es nicht spüren zu müssen. Wir haben gelernt, wie wir überleben können – psychologisch, emotional, körperlich – und haben deshalb Teile in uns abgespalten oder verleugnet, vergessen oder unterdrückt. Die Teile in uns, die damals die Verletzungen erlebt haben, sind wie “eingefroren in Zeit”. Sie sind unsere inneren verletzten Kinder. Sie haben bestimmte Überlebensstrategien gelernt, je nach dem, ob sie von Angst oder Wut gesteuert sind (Opfer und Anpasser oder Rebel oder Prinz/essin) Und es gibt welche in uns, die die Kinder beschützen, unsere treuen Beschützer. Diese arbeiten ständig für uns, um uns in Sicherheit zu halten- durch Schmeicheleien, Kritik, Co-Abhängigkeit usw.

 

treue Beschützer (inkl. Kritiker, Retter, Tyrann, Schmeichler)

Wenn wir in der inneren Rolle des treuen Beschützers stehen, sprechen wir zu uns selbst, mit Worten oder Glaubenssätzen, die dafür da sind, uns klein, unsichtbar und sicher zu halten. Unsere inneren Beschützer haben sehr früh gemerkt, welche Teile von uns angenommen worden sind und welche nicht, was von uns erwartet wird und was nicht in Ordnung ist. Sie bringen viel Energie und Kraft auf, nicht akzeptable Teile von uns zu verdrängen oder uns zu beschämen, kritisieren usw., um unser Überleben (Psyche, Körper, Emotion) zu sichern. Diese “Überlebensstrategien” sind es, die wir als Erwachsene immer noch beibehalten haben und als Kritik, Selbst-Hass und andere Glaubenssätze und Muster, die uns von unserer Kraft entfernt halten, ausüben. Warum? Weil die Beschützer glauben, daß wir, wenn wir in unsere Kraft kommen, nicht geliebt oder nicht akzeptiert sind, wir ausgestossen werden oder nicht mehr zugehörig sind. Genau dies ist uns als Kind passiert und wir mussten uns dann schützen. Der erste Schritt der Heilung ist, den Beschützern zu danken und Ihnen Deine Dankbarkeit dafür auszusprechen, dass sie Dich am Leben erhalten haben. Ihnen zu sagen, dass Du ohne diese Stimme oder den Teil in Dir, nicht mehr am Leben wärst. Und Du wärst nicht die, die Du heute bist. Durch die unaufhörliche Arbeit unserer treuen Beschützer sind wir geschult worden. Heute sind genau diese Eigenschaften und Fähigkeiten, die wir uns damals aneigneten, auch unsere Stärken im Leben. Es gilt, diese anzuerkennen und zu verstehen. Der zweite Schritt ist, Ihnen zu erklären, dass Du jetzt erwachsen bist und deshalb die Emotionen, die Du damals nicht spüren konntest und die Erlebnisse, die Du damals nicht überlebt hättest, jetzt von Dir zu meistern sind.

Verletzte Kinder und Verstoßene (Opfer, Prinzessin/Prinz, Rebell, Anpasser/in) – im Süden

Dies sind die Teile, die am meisten Schutz und Liebe brauchen. Diese Teile sind nach der Stimme des Beschützers die Stimmen, die wir am meisten im Kopf hören. „Keine/r liebt mich, wie kann er/sie nur, das geht gar nicht, wieso immer ich“ usw. In den Momenten in welchen wir unglücklich sind, oder uns Schmerz aus der Vergangenheit überrollt, in welchen wir die Schuld an die Welt oder uns selbst geben, hören wir unsere innere Verletzte. Wenn wir in die Opferrolle schlüpfen oder wenn wir uns an die Wünsche anderer anpassen, sind wir damit beschäftigt, Menschen  zu genügen, sodass wir die Liebe oder Fürsorge bekommen, die wir brauchen. Als Erwachsene ist es unseren Job, uns selbst die Liebe oder Fürsorge zu geben, die wir brauchen, was die Kindern in uns nicht können . Wenn wir Rebellin oder Prinz/essin spielen, sind wir wütend auf die Welt, dass wir verletzt sind. Wir denken, jetzt steht es mir zu oder bleibt mir allen vom Leib. Die Teile in uns, wofür wir uns schämen, weil sie böse oder hässlich, furchterregend oder nicht in Ordnung sind, gehören auch in diese Bande. Um zu heilen, müssen wir die Emotionen spüren, die wir uns nicht erlaubt haben, oder wovor wir uns geschützt haben. Wir muessen üben, wenn es uns nicht gut geht, uns von der Erwachsenen in unsin den  Arm nehmen zu lassen, um uns bei uns selbst geborgen, sicher und zuhause in der eigenen Mitte zu fühlen. Dann akzeptieren wir uns und nehmen uns liebevoll an, genau wie wir sind. Dann können die Tränen und Gefühle fliessen und weiter gehen und wir können verbunden und gestärkt in unser Leben treten.